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Pfarrer Schlingensiepen aus Düsseldorf schreibt:
Als ich klein war, war mein kostbarstes Spielzeug ein Steinbaukasten, den mein Vater dreißig Jahre vorher von seinem Vater bekommen hatte. Er ging bei einem Bombenangriff im zweiten Weltkrieg verloren; und dabei hatte ich ihn doch einmal an meine Kinder vererben wollen. Aber für die fand ich später ähnliche Bauklötze, und dass sie aus Holz waren, war ein großer Vorteil; denn anders als die Klötze aus Sandstein zerbrachen sie nicht
Die Zeit, in der ich mit unseren vier Kindern die kühnsten Bauwerke aus Holz errichtet habe, gehören zu den schönsten Erinnerungen unsrer Familie. Diese Bauklötze gibt es heute noch; und wenn die Enkel kommen, holen sie sich als erstes die beiden Kästen und denken sich die tollsten Bauwerke oder Landschaften aus. Es gibt kein besseres Spielzeug, um die Phantasie von Kindern anzuregen, als diese schlichten Klötzchen.
Wenn sich darum in unserer Verwandtschaft oder bei Freunden ein Kind einstellt, schenken wir den Eltern einen Kasten mit diesen Bauklötzen; denn man kann sie bis heute bekommen. Einer Nichte schickten wir vor einigen Tagen eine solchen Kasten; und mein Bruder hatte ihr gesagt, von uns käme etwas, was die kleine Tochter jetzt noch nicht brauchen könnte, aber es sei das ideale Spielzeug für Kinder zwischen zwei und sechzehn Jahren. Die Nichte bedankte sich mit den Worten:
Falls Du dies tatsächlich so gesagt hast, möchte ich diese Aussage gerne berichtigen: Wir, d.h. Vater, Mutter und Patenonkel, haben, als Euer Paket kam, direkt angefangen, Türme zu bauen, womit die Altersobergrenze des spontanen Spiels mit den Holzklötzen momentan also bei 37 Jahren liegt....!!! Unsere Tochter wird sie mit Sicherheit ebenfalls toll finden!
Lieber Herr Richter, ich wünsche Ihnen einen Riesenerfolg mit diesem wundervollen Kinderspielzeug. Es gibt keine besseres!
Herzliche Grüße von Ihrem Ferdinand Schlingensiepen
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